Sanierung und Erweiterung BORG Monsberger in Graz
Das Gesamtenergiekonzept zur Sanierung und Erweiterung des Schulgebäudes nutzt die bestehende Energiesysteme und ergänzt sie mit modernen Technologien. Passive Maßnahmen reduzieren den Energiebedarf und vermeiden die Überwärmung im Sommer. Heizung und Kühlung im Gebäude. Die Grundlast Heizung wird über eine neue Fußbodenheizung in den Klassenräumen und Gängen abgedeckt. Der aktivierte Estrich wird zusätzlich zur sanften Kühlung im Sommer genutzt. Schnell reagierende Radiatoren unter den Fenstern sorgen dafür, dass die Frischluft im Winter vorgewärmt wird und die Klassenräume nach dem Lüften schnell wieder warm werden. In der Turnhalle bleibt die bestehende Heizung: Fußbodenheizung in den Nassräumen und Heizkörper in Umkleiden, Gängen und WCs. Gesteuert wird die Heizung automatisch nach Außentemperatur. Es gibt eine Nachtabsenkung und einfache Thermostatventile. Das System ist günstig und flexibel – ideal für den wechselnden Schulbetrieb.
Nutzung bestehender Ressourcen
Nutzung bestehender Ressourcen, Hybride Lüftung mit Wärmerückgewinnung, aktivierte thermische Massen und Oberflächen
Projektdaten
Auftraggeber: BIG Bundesimmobiliengesellschaft m.b.H
Projektstart: 05/2025
Projektstatus: Abgeschlossen
Architektur: FIPE Architects ZT OG
Weitere Informationen zum Projekt
Lüftung
Die alten Lüftungsanlage im Keller werden durch moderne mit Wärmerückgewinnung ersetzt. Damit können die im Bestand mechanisch belüfteten Bereich weiter mechanische be- und entlüftet werden.
Die Klassenzimmer werden über spezielle Lüftungselemente in der Fassade kontrolliert mit Frischluft versorgt. Die Radiatoren wärmen die Frischluft im Winter an und sorgen so für eine behagliches Raumklima. In den Übergangszeiten kann natürlich über die Fenster gelüftet werden. Die Abluft erfolgt mechanisch über die Gänge und die 4 Stiegenhäuser. Die Wärme der Abluft wird mittels Lüftungsgerät mit Wärmerückgewinnung und einer Wärmepumpe dem System wieder zugeführt.
In kühlen Sommernächten wird mit frischer Luft Nachtgelüftet um die thermische Masse des Gebäudes auszukühlen.
Energieversorgung
Die thermische Energieversorgung erfolgt durch zwei Systeme.
• Fernwärme: Sie deckt den Wärmebedarf an sehr kalten Tagen (bis zu 200 kW) und sorgt im Winter für warmes Wasser.
• Wärmepumpe mit Brunnenwasser: Diese liefert die Grundwärme (bis zu 250 kW). Im Sommer kann direkte mit Brunnenwasser gekühlt werden. Die Abwärme wird zur Warmwasserbereitung verwendet
Strom aus Sonnenenergie
Das Dach der Turnhalle (2.000 m²) wird größtenteils mit Photovoltaikmodulen (PV) belegt – mit einer Leistung von 260 kWp.
Zusätzlich kommen PV-Elemente auf das begrünte Schuldach. Dazu werden spezielle Aufständerungen für Gründächer verwendet – 170 kWp.
Insgesamt werden 430 kWp installiert. Das deckt ca. 80 % des gesamten Stromverbrauchs der Schule – für Heizung, Kühlung, Licht und Technik.





